Stadtmodul

Stadtmodul als Diorama

In diesem Modul wurde ein Diorama umgesetzt, das gleichzeitig aber vollwertig in die Minimodulanlage integriert werden kann.

Basis ist ein Trainsetter Bahnhofsmodul. Die Grundplatte wurde als Bodenplatte des Dioramas verwendet, also wesentlich tiefer angesetzt als üblich. Daher wurde die Bodenplatte plan an den Stirnseiten angeklebt, nachdem zuvor die Zapfen zur Stirnseite abgetrennt wurden.

Zentrales Element ist die Hochbahn, die auf Lasercut Bausätzen von DM-Toys basiert. Die Höhe der Hochbahn bestimmte die Montagehöhe der Grundplatte. Die Montage war dabei relativ simpel: Die Modulstirnseiten bestimmen die Gleishöhe, die Gleishöhe die Hochbahnelemente, die Unterseite der Hochbahn ist die Oberkante der Bodenplatte.

Die Hochbahn wird umrahmt von einer städtischen Straßenszene, die reichlich Stoff zur Gestaltung lässt.

Für die Gestaltung der Szenerie wurden Gebäude teilweise gekürzt. Hier sind Lasercutbausätze dankbare Materialien.

Insgesamt wurden verarbeitet:

- 1 Trainsetter Bahnofsmodul
- 1 Hochbahn Basisset von DM-Toys MU_N-L00112
- 1 Hochbahn Stahlträgerbrücke von DM-Toys MU_N-L00119
- nach Belieben Arkaden für die Hochbahn, in meinem Fall 3 Stück MU_N-L00115, MU_N-L00116, MU_N-L00117 und/oder MU_N-L00114
- Kato Gleise jeweils ein halber Pack 20-000 und 20-040
- Gleisschotter in Rostbraun und Wash in Sepia zur Gestaltung der "alten" Gleise
- Straßenplatten und Gehwege, hier von Redutex und DM-Toys, jede andere Straßengestaltung ist aber ebenso passend
- 1 "volles" Stadthaus von Vollmer / Faller / Kibri (dieselben Haustypen werden von verschiedenen Firmen in verschiedenen Varianten immer wieder mal aufgelegt)
- 1 bis 2 Halbrelief Häuser von DM-Toys (hier eines davon stark eingekürzt)
- Etwas Streu und Turf und Gestaltungsmaterial (Autos, Schilder, Ampeln, Bäume, Figuren, etc.) nach Belieben
- Oberleitungsmaterial (siehe Anmerkungen unten)

Am Stadtmodul sind zwei Basteltipps hervorzuheben:

Basteltipp Gleisbettfarbe

Die Kato-Gleise sind sowohl bei der Variante mit Betonschwelle als auch mit Holzschwelle stets mit einem hellen grauen Gleisbett versehen. Das passt bei neuen modernen Streckenabschnitten ganz gut, z.B. für historische Szenen passen die hellgrauen "blitzsauberen" Gleisbetten aber gar nicht. Deswegen wurde hier eine einfache, aber äußerst effektive Technik verwendet: die Gleisbetten sind einfach mit einer rotbraunen Lasur versehen. Diese Technik aus dem Modellbau bzw. Tabletopbereich ist auch als "Wash" bekannt. Hier wird sehr stark verdünnte Farbe im gewünschten Farbton, hier Sepiafarben, wässrig aufgetragen. Die Farbe läuft in die Vertiefungen, aber weniger in hervorstehende Strukturen. Das Ergebnis ist mit einfachen Mitteln überaus realistisch.

Basteltipp Oberleitungen

Im Stadtmodul sind Oberleitungen aufgestellt. Diese sind nicht funktionsfähig und nur Deko auf diesem einem Dioramamodul.

Für normale Module kann ich definitiv keine Oberleitungen empfehlen, und zwar aus gleich mehreren Gründen:

Technisch: Minimodule sind dafür vorgesehen, öfters auf- und wieder auseinandergebaut zu werden. Die Oberleitungen können also nicht durchgehend verlegt werden, sondern müssen jeweils an den Modulenden enden. An jedem Modulende muss ein Mast stehen, da ansonsten die Fahrdrähte frei in der Luft enden und bei jedem Zusammenstecken der Module verbunden werden müssten . Das hält das Material, wenn überhaupt, nicht lange aus. In jedem Fall ist eine funktionsfähige Oberleitung, im Gegensatz zu einer stationären Anlage, faktisch nicht umsetzbar. Eine Fahrt mit ausgefahrenen Pantographen ist in keinem Fall möglich.

Optisch: Werden die Module zusammengesteckt stehen an den Modulübergängen Mast an Mast. Das sieht fürchterlich aus und zerstört das Bild, welches mit einer Oberleitung überhaupt erst erzeugt werden soll.

Praktisch: Minimodule sind für Modellbahner gedacht, die wenig Platz haben und keine dauerhafte Anlage aufstellen können. Sie sollen daher leicht und schnell auf- und wieder abgebaut werden. Damit sie dem geringen Raumbedarf gerecht werden, sollten sie so gebaut werden, dass die stapelbar gelagert werden können. Das gelingt meistens aber nicht immer (wenn Bäume ins Spiel kommen wird es per se eng). Module mit Oberleitungen sind aber definitiv nicht stapelbar.

Fazit: Oberleitungen sind als Deko bei einzelnen Modulen machbar, ansonsten aber Finger weg.